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    Empire Me - Der Staat bin ich!

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    Es ist wohl schon wieder einige Wochen her, aber am 15. Juli habe ich mir den Film Empire Me - Der Staat bin ich! bei Kino wie noch im Augartenspitz gesehen.

    Es ist eine Dokumentation über Mikronationen und andere staatsähnliche Gebilde unserer Zeit, moderne Utopias. Als erstes wurde die wohl bekannteste Mikronation der Welt portraitiert: Sealand - eine stillgelegte Bohrinsel, welche sich heute in britischem Hoheitsgebiet befindet. Dann folgten sektenähnliche (no offense!) Vereinigungen in Italien und Deutschland, das "Aussteigerviertel" Christiania in Kopenhagen und eine Mikronation im Westen von Australien, mit einer der genialsten Hymnen, die ich je gehört habe (MP3 und Lyrics runterzuladen auf der Regierungsseite der Principality of Hutt River). Im letzten Beitrag ging es um zwei aus Schrott gebaute Schiffe, mit der eine Gruppe von alternativ angehauchten Amerikanern die Welt beschifft.

    In diesem letzten Beitrag kam es zu einer liebenswerten Anekdote. Die beiden Schiffe waren einige Wochen (wie sie dort hingekommen waren, wurde nicht erwähnt oder ich habe es vergessen) an einem Mittelmeerhafen in Slowenien vor Anker. Als sie schließlich den relativ kurzen Trip bis Venedig antreten wollten, mussten sie eine Genehmigung von der Hafenbehörde einholen. Ein slowenischer Beamter begutachtete die Schiffe, um festzustellen, ob sie seetauglich wären. Er diskutierte mit den Seefahreren, dass dies eigentlich keine seetauglichen Schiffe seien und er sie nicht losziehen lassen könne. Die Amerikaner beteuerten aber, dass es nicht einfach nur Schiffe seien, sondern Kunst. Am Ende der Diskussion, mit leichter Resignation seinerseits, ließ er sich überzeugen und zu folgender Anekdote hinreißen (aus dem Gedächtnis geholt und übersetzt von mir):

    Es gibt Gesetze für Schiffe, für Boote, für Frachter, für Yachten, für Kutter... Aber es gibt kein Gesetz für Kunst.

    Was für eine wunderschöne Erkenntnis.

    Eine kurzweilige und liebenswerte Dokumentation, die die Menschen um die es geht zu Wort kommen lässt. Sehr sehenswert, wenn man mal ein bisschen über seinen Tellerrand hinausblicken möchte. Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ******** 8 Kugelmugel.

    3 Kommentare

    Patrick

    Als Bürger des Staates Ladonia ein Pflichtfilm. ;-)

    Marcus

    Sei nicht enttäuscht, aber Deine neue Heimat kommt leider nicht darin vor! :(

    Patrick

    Unverzeihlich! Dabei hielt ich von Paul Poet bislang recht viel. Damit hat er all meine Sympathien verspielt.
    ;-)

    So sieht übrigens ein Staatsbürgerschaftsnachweis von Ladonia aus: http://u.jimdo.com/www101/o/s20ba2a332077a1f7/img/i2e3a3de486970310/1314201126/std/image.jpg

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