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    TRON: Legacy

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    Vor war ich wieder mal im Kino und habe mir den von mir persönlich heiß herbeigesehnten Film TRON: Legacy angesehen. TRON: Legacy ist das offizielle und lang verspätete Sequel des Kultfilms TRON aus den 80er Jahren. Hier der offizielle Trailer:

    Zur Story: ein paar Jahre nach den Ereignissen des ersten Films verschwindet der Boss der Software-Firma "Encom" und geniale Programmierer Kevin Flynn plötzlich spurlos. Er hinterlässt einen jungen Sohn namens Sam, dessen Mutter ein paar Jahre zuvor gestorben war. Etwa 20 Jahre später bekommt Kevins Freund und Arbeitskollege Alan eine Pager-Nachricht vom Telephonanschluss in der alten Spielhalle von Kevin. Er trifft sich mit Sam und bittet ihn, nachzusehen, von wem die Nachricht stammen könnte. Natürlich überwiegt Sams Neugier und er fährt mit seinem Motorrad zum "Flynn's". Er findet in dem seit Jahren verlassenen Gebäude keine Menschenseele, jedoch entdeckt er einen versteckten Keller hinter einem Spielautomaten. Dort befindet sich Kevin Flynn's geheimer Arbeitsplatz, samt futuristischer Computerkonsole. Sam durchstöbert die Eingabe-History am Computer und reproduziert die Kommandos, die sein Vater vor über 20 Jahren dort eingegeben hat. Eines der Kommandos schließlich desintegiert Sam und transportiert ihn in den "Grid", die Cyber-Parallelwelt innerhalb des Computers!

    Kurz nach seiner Ankunft wird Sam von anthropomorphen Computerprogrammen (die wie Menschen in futuristischer Kleidung aussehen) gefangengenommen und abgeführt. Er wird in eine Arena gebracht, wo er sich mit anderen Programme duellieren muss, um zu überleben. Jedoch hat er keine Lust darauf, wie ein Spielzeug missbraucht zu werden und bricht aus. Die Wächterprogramme fangen ihn rasch wieder ein und bringen ihn zu deren Anführer. Als der Anführer seinen Helm entfernt, traut Sam seinen Augen nicht: er blickt in das Gesicht seines Vaters!

    So viel zum Plot. Der Film wurde schon seit Monaten mit sogenanntem "viralem Marketing" angepriesen: es wurden diverse Webseiten eingerichtet, wie zum Beispiel eine Homepage von Encom oder die Flynn Lives. Entsprechend waren meine Erwartungen – entweder würde der Film absolut genial werden oder total mies. Dazwischen konnte ich mir nicht wirklich viel vorstellen.

    Zugegeben, die Story ist letztendlich etwas dünn. Aber interessanterweise trifft das auch auf den ersten Teil zu. Ich habe mit ein paar Bekannten geredet, die den ersten Teil erst vor kurzem zum ersten Mal gesehen haben, und die konnten nicht erkennen, was ich oder auch andere daran so kultig finden. Ich glaube, das ist einer diese Filme, die man in seiner Kindheit gesehen haben muss; und man muss wohl auch eine gewisse Affinität zur Cyberkultur haben. Es gibt ja auch andere Filme, die in der Cyberkultur angesiedelt sind, aber von den wirklich Sachverständigen (Programmierern, Mathematikern, etc.) als dämlich, unrealistisch und fad klassifiziert werden, wie z.B. Antitrust (dt. Startup) oder Hackers. Die TRON-Filme sind natürlich erst recht unrealistisch (Computerprogramme die wie Menschen aussehen), aber das ist ja gerade das charmante: die Filme streben gar nicht danach, realistisch zu sein, sondern verlassen sich ganz auf die Macht der Phantasie spielen, was mir persönlich viel lieber als grauer Realismus oder bunter Irrealismus ist.

    Den Soundtrack hat das französische Electro-Pop-Duo Daft Punk beigesteuert, die ich mit ihrem Album "Discovery" lieben gelernt hatte. Daft Punk und TRON in Kombination erwecken das Gefühl, als hätten diese beiden schon immer zusammengehört. Oder um es nochmal klar verständlich und profan zu sagen: die Filmmusik war geil.

    Waren beim ersten Teil die Spezialeffekte verständlicherweise noch sehr simpel, wurde beim 2. Teil natürlich alles, was es an modernen Computer-Spezialeffekten gibt, dargeboten. Highlight in dieser Hinsicht ist sicher (und Vorsicht, das könnte ein Spoiler sein!) die Verjüngung der Gesichter von zwei Schauspielern. Die Idee ist großartig, jedoch muss ich sagen, dass die verjüngten Gesichter nicht vollkommen natürlich aussehen. Vor allem an Mund und Augen kann man die digitale Nachbearbeitung erkennen. Da gibt es also noch ein bisschen was zu tun, bis gealterte Filmschauspieler wieder jung und knackig auf der Leinwand bestaunt werden können.

    Letztendlich hat mir der Film aber gefallen. Er hat sich ein bisschen wie eine Rückkehr in ein kleines Kapitel meiner Kindheit angefühlt. Eine vertraute und phantasievolle Welt, die den kleinen Marcus damals ins Staunen versetzt hat. Für mich werden dafür auch dramaturgische Schwächen ausgebügelt – der Filmkritiker in mir soll halt auch mal still sein dürfen. ;-)

    Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ******** 8 blaue Light Cycles.

    Update: ich habe noch einen Artikel von Josh Nimoy, einem der Entwickler der Spezialeffekte des Films, gefunden. Ist recht interessant und aufschlussreich!

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