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    Whatever Works

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    Zu Neujahr war ich mit einer Freundin im Kino und habe mir Whatever Works, den neuesten Film von Woody Allen angesehen. Ungewöhnlicherweise spielt die Hauptrolle diesmal nicht Allen selbst, sondern sein Kollege Larry David. Hier der Trailer:

    Es geht um den New Yorker Beinahe-Physik-Nobelpreis-Nominierten Boris Yellnikoff (Larry David), einen ewig nörgelnden alternden exzentrischen Intellektuellen, der seine Freunde und das Kino-Publikum mit seinen radikalen Lebensansichten beglückt, egal ob es denen gefällt oder nicht. Seine Nachmittage verbringt verbringt er damit, Kindern das Schachspielen beizubringen und bewirft Schüler schon mal mit Schachfiguren, wenn sie keine für ihn akzeptablen Fortschritte zeigen. Mit diesem Leben ist er auf seine Art eigentlich ganz glücklich.

    Doch eines Tages taucht ein verwöhntes Südstaaten-Gör namens Melody (Evan Rachel Wood) vor seiner Haustür auf und bittet ihn, sie für ein paar Nächte aufzunehmen, bis sie eine Wohnung gefunden hat. Aus diesen paar Nächten werden (natürlich) mehrere und langsam bahnt sich eine ungewöhnliche Verbindung zwischen diesen beiden unterschiedlichen Menschen an. Melody ist nicht die Gebildetste (aber kein doofes Cliché-Blondinchen), aber sie ist fasziniert von Boris' Wissen und Intellekt. Mit der Zeit übernimmt sie einige seiner Lebensansichten, bis sie ihm schließlich gesteht, dass sie ihn liebt.

    Eines muss man sagen: der Film wird definitiv vom Hauptdarsteller getragen, sein blanker tabuloser Zynismus treibt den Plot voran. Larry David war mir bisher eigentlich nicht wirklich bekannt, ich erinnerte mich nur an diesen Namen aus dem Abspann von Seinfeld. In einem kurzen Interview vor 2 Wochen im österreichischen Fernsehen zeigte er, dass er im echten Leben auch ein sehr schwarz-humoriger Mensch ist, so gesehen spielt er sich in Whatever Works gewissermaßen selbst. Ich weiß nicht, ob Woody Allen das selbst auf diese Art hingekriegt hätte (da habe ich vielleicht noch zu wenige seiner Filme gesehen). Bereits von der ersten Minute an hat mich seine Art eingefangen. Ab dem Punkt, wo sich Melody und Boris schließlich näher kommen, wird der Fokus dann etwas auf die anderen Figuren verschoben, was wieder eher einer "typischen" Komödie entspricht und den Film von seinem Anfangshoch wieder ein bisschen herunterholt.

    Positiv zu erwähnen wäre noch Evan Rachel Wood, die nach dem letzten Film den ich mit ihr sah, The Wrestler, wieder eine sehr gute schauspielerische Leistung hingelegt hat. Sie hat die junge sexy naive Südstaatlerin nie als doofes Blondchen gespielt, sondern immer realistisch: nicht so gebildet wie Boris, aber durchaus wissbegierig, ehrlich, neugierig und gefühlvoll. Ich glaube, Wood muss man für die Zukunft im Auge behalten, die wird sicher noch einige gute Rollen spielen.

    Fazit: ein Film für Leute, die etwas mit Zynismus anfangen können (und natürlich auch für alle anderen Woody Allen-Fans). Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film von mir ********* 9 Atome.

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