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    2012

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    Vergangenen Mittwoch hatte ich die Gelegenheit der Premiere des neuen Action-Films 2012 von Roland Emmerich beizuwohnen. Nach dem folgenden (nicht ganz ernst gemeinten und nicht authentischen) Film-Trailer erwartete ich kein großartiges schauspielerisches Meisterwerk:

    Zur Story: der Maya-Kalender endet im Jahr 2012; Grund genug, anzunehmen, dass in diesem Jahr die Welt untergehen wird. Ein paar Jahre vor diesem Datum machen eine Gruppe von Wissenschaftlern eine beunruhigende Entdeckung: die Erdkruste beginnt zu schmelzen, was den Effekt hat, dass die tektonischen Platten, auf den die Kontinente liegen, sich zu verschieben beginnen. Erdbeben, Vulkanausbrüche, Kontinentalverschiebungen und Flutwellen sind die Folge. Die besten Wissenschaftler der Welt beginnen heimlich an einem globalen Evakuierungsplan, um die Menschheit zu retten. Die Action beginnt, als an der nordamerikanischen Westküste ganze Städte im Erdboden verschwinden. Hauptfigur des Films ist ein Autor, gespielt von (was mich überraschte, ich hatte mich vor dem Film überhaupt nicht über die Darsteller informiert) John Cusack. Er will seine Familie vor der Katastrophe retten.

    Knapp 2½ Stunden dauerte das Spektakel. Ich musste dabei immer wieder an Independence Day denken (auch ein Emmerich-Film); um es kurz zu machen, könnte man sagen, 2012 ist ein "Update" von Independence Day. Zufällig hatte ich Independence Day vor ein paar Wochen im Fernsehen gesehen und dabei bemerkt, wie extrem grindig die Spezialeffekte damals noch waren im Vergleich zur heutigen Computeranimation. In der Hinsicht ist 2012 wirklich ein Meisterwerk geworden. Was der Emmerich schon gut kann, ist, den Zuschauer mit seinen Figuren mitfiebern zu lassen. Z.B. bewegte ich meinen Kopf ein paar mal im Kino hin und her, als die Helden mit einem Flugzeug zusammenstürzenden Gebäuden ausweichen mussten. In einer lustigen Nebenrolle als geknallter Endzeit-Hippie war auch Woody Harrelson mal wieder auf der Leinwand zu sehen. Auch er musste sterben.

    Natürlich gab es auch ein paar romantische und emotionale Momente zwischen den Protagonisten, aber wie das bei Actionfilmen halt so ist, im Prinzip alles ziemlich einfach und simpel (um das Wort seicht zu vermeiden). Wahrscheinlich baut man sowas ein, um das Budget niedrig zu halten und nicht in jeder Szene Spezialeffekte haben zu müssen. ;)

    Fazit: wem Actionfilme gefallen, in denen es nur um Action geht und die Story Nebensache ist, der wird in 2012 einen tollen Film im Kino sehen können. Popcorn-Kino zum Abschalten, Spaß ohne drüber nachdenken zu müssen. Aber definitiv kein Meisterwerk der Schauspielkunst. Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ***** 5 Weltkugeln.

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