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    The Dark Knight

    • film
    • review

    Vergangenen Dienstag (26. August) war ich mit meiner besten Freundin und ihrem Freund im Lugner City Kino. Wir haben uns The Dark Knight angesehen, den neuesten Batman-Film.

    Ich ging mit recht hohen Erwartungen ins Kino, da der Film schon seit geraumer Zeit enorm im WWW gehypt wurde, lange bevor er in die Kinos kam. Seit dem Kinostart in den USA liest man auf fast jeder News-Seite irgendwas über den Film (auch auf Seiten, die sonst nix mit Kino oder Film zu tun haben). Einige Leute meinten schon, es sei der beste Film aller Zeiten. Eh klar... -.-

    Den Vorgänger Batman Begins, der die Film-Batman-Saga neu begonnen hat, habe ich nur im Fernsehen gesehen; irgendwie war ich durch die vorangegangen Batman-Film mit Val Kilmer und George Clooney etwas skeptisch geworden; für mich gab es halt nur Michael Keaton als Batman.

    Der (Haupt-)Bösewicht von The Dark Knight ist der Joker, gespielt von Heath Ledger, der kurz nach den Dreharbeiten gestorben ist. Ich hatte bis dato noch keine Filme mit ihm gesehen, aber habe ein paar mal gehört, dass er einer der vielversprechendsten und talentiertesten Schauspieler Hollywoods dieser Zeit sein solle. Die Bilder die ich von ihm in seiner Rolle als Joker gesehen hatte, sahen recht vielversprechend aus; vor so einem "Clown" würd ich mich echt fürchten (hab ja eh schon "Coulrophobie" — Angst vor Clowns).

    Die Hollywood-Filme der letzten Jahre leiden darunter, dass die Action immer mehr wird (was nicht unbedingt von sich aus schlecht ist), und die Story immer dünner (das hingegen schon). Ich war also gespannt, ob The Dark Knight ebenfalls in dieses Kommerz-Schema fallen wird.

    Action gab es wirklich genug, technisch sehr perfekt. Explodierende Autos, Gebäude, jede Menge Kanonenfeuer, etc. Aber es gab auch relativ viel Story. Zwar hätte es schon mehr sein können, aber verglichen mit anderen Filmen war es okay. Ich hätte mir irgendwie mehr Character-Development von Bruce Wayne/Batman gewunschen.

    Heath Ledgers Performance als Joker fand ich wirklich sehr beeindruckend. Er spielt den total psychopathischen und geheimnisvollen Verbrecher echt genial. Seine Mimik, seine Gestik und vor allem wie er sich bewegte, fand ich echt geil. Ich glaub man kann sagen (obwohl ich die anderen Filme mit ihm nicht gesehen habe), dass der Joker Heath Ledgers Lebensrolle war.

    Der Film erzeugte bei mir fast dauernd so ein Gefühl im Hinterkopf, dass "es noch nicht vorbei ist" und dass "es gleich noch schlimmer kommt als zuvor". Diese bedrückende Stimmung, dass Gotham City ein einziger Verbrechersumpf ist, in dem man als Verbrechensbekämpfer keine 3 Schritte auf der Straße überlebt, kam für mich sehr gut rüber. Aber auch ein paar Momente, in denen die Hoffnung auf Besserung durchblickte, waren ganz gut gemacht; vor allem der Vorfall mit den beiden vollbesetzten Fähren gegen Ende des Films.

    Interessant fand ich auch, dass der Film ziemlich genau 150 Minuten dauerte, er mir aber viel länger vorkam, da es immer wieder Richtungsänderungen in der Story gab. Normalerweise schaue ich bei so langen Filmen nach einer Weile auf die Uhr, aber wenn ich das nicht mache (und das habe ich bei The Dark Knight nicht), ist das ein gutes Zeichen dafür, dass der Film spannend ist.

    Fazit: der Film führt den Neubeginn der Batman-Sage gekonnt weiter. Schade nur, dass Heath Ledger nicht mehr als Joker in einem Sequel zur Verfügung steht; es wird sich wohl kein Schauspieler als Nachfolger an die Rolle heranwagen bzw. wird wohl keiner Ledgers Stil so gut kopieren können. Auch die anderen Rollen waren sehr gut besetzt; Morgan Freeman ist ja beispielsweise einer meiner Lieblingsschauspieler.

    Sehr empfehlenswertes Popcorn-Kino um den Sommer ausklingen zu lassen! Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ********* 9 Fledermäuse!

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