Kein Erfolg
Vergangene Woche am Dienstag trat meine Klasse zur Eignungsprüfung der Paritätischen Kommission für Schauspiel (so oder so ähnlich) an. Ich spielte meine beiden Monologe aus Shakespeares Ein Sommernachtstraum und Sartres Die schmutzigen Hände.
Um es kurz zu machen: ich habe die Prüfung nicht bestanden. Ich war "zumindest" nicht der einzige: 6 meiner Klassenkollegen hat es ebenfalls erwischt. Doch es ist keine Katastrophe: voraussichtlich im Februar 2009 können wir die Prüfung wiederholen. Dann sollte es aber klappen, sonst wird meine weitere Zukunft an der 1st filmacademy fraglich...
Am Donnerstag den 26. Juni gab es Zeugnisverteilung und eine schulinterne Abschlussfeier beim Italiener nebenan. Nach und nach lichteten sich die Reihen, die Schüler gingen in die Ferien. Irgendwann nach 15 Uhr kam schließlich noch Heinz Trixner vorbei. Ich plauderte ein bisschen mit ihm darüber, was ich tun soll, um die Prüfung beim zweiten Mal zu schaffen. Wolf Roth, der Mann der Schulleiterin Barbara May, hatte mir schon geraten, eine zerbrechliche, zarte, gefühlvolle Rolle zu lernen, da ich das bei der Aufnahmeprüfung schon so schön gemacht hätte. Auch Heinz Trixner unterstützte diese Meinung und gab mir ein paar Tips für Rollen. Ihm fielen 3 Dinge ein, die ich mir mal näher anschauen sollte:
- Karl Malden in Endstation Sehnsucht
- Ruprecht aus Der zerbrochne Krug
- Kain von Lord Byron
Der zerbrochne Krug hab ich zuhause in St. Pölten, Kain hab ich in der städtischen Bibliothek nicht gefunden und eine deutsche Version von Endstation Sehnsucht gibt's nicht in der Hauptbibliothek, nur in einer der Filialen. Werd ich wohl mal Bücher bestellen müssen — oder hat zufällig jemand eins dieser Bücher zuhause und kann es mir leihen?
Wenn jemand noch andere Theaterstücke mit gefühlvollen Rollen kennt, bin ich für Tips und Anregungen sehr dankbar!
Jedenfalls... sagte mir auch Heinz, ich darf nicht aufgeben. Man darf sich nicht entmutigen lassen durch Rückschläge. Viele berühmte und tolle Schauspieler hatten Probleme und Rückschläge in ihrer Ausbildung. Dustin Hoffmann z.B. — hab ich gehört — soll als untalentiert bezeichnet und aus einer Schauspielschule rausgeschmissen worden sein. Vielleicht ist es ja gut so, dass ich diese Niederlage erlebt habe, denn dadurch tappe ich nicht in die Falle (in die ich gerne leider immer wieder tappe), dass ich mich auf meinen Lorbeeren ausruhe und mich gehen lasse.
Das Leben — ein ewiger Kampf!