Ratatouille
Am 25. November war ich mit 2 Freundinnen im Cineplexx Amstetten: wir haben uns den Pixar-Film Ratatouille angesehen. Meine Freundin Katrin hat mich schon seit Wochen "genervt", ich solle mir den Film auch endlich ansehen, weil er so süß sei. Tja, an jenem Sonntag war's endlich soweit.
Wie die Schauspieler einer Produktion spielen bewerte ich als angehender Schauspieler natürlich gern, jedoch ist das bei Animationsfilmen ein bisschen schwierig. Andererseits hauchen Regisseur, Drehbuchautor, Zeichner, etc. den künstlichen Figuren Leben ein, was je nach Talent der beteiligten Personen die Figuren echter oder weniger echt erscheinen lässt... Egal.
Kurze Inhaltsangabe: die Ratte Rémy lebt in einem Pariser Vorort und hat im Gegensatz zu ihrer ganzen Sippe den Gaumen eines Kochs. Rémys Vorbild ist der vor kurzem verstorbene Pariser Meisterkoch Gusteau, der ihm immer wieder in Visionen erscheint und ermuntert, etwas aus seinem Talent als Koch zu machen. Er macht sich auf in die Großstadt zum früheren Restaurant Gusteaus, wo er auf den Küchengehilfen Linguini trifft, mit dessen Hilfe Rémy die tollsten Gerichte für die Restaurantbesucher zaubert. Aber leider gibt es da noch den fiesen Küchenchef Skinner, der das Restaurant mit billigem Fast Food-Essen herunterwirtschaften will...
Technisch gesehen war der Film äußerst perfekt: es lässt sich zwar sicher immer noch steigern, aber die Animationen haben sehr schön und "natürlich" (soweit man das bei Animationen sagen kann) gewirkt, im Gegensatz zu den ersten voll-animierten Kinofilmen. Die Hintergründe und vor allem die graphischen Details die überall im Film auftauchen waren sehr schön und erzeugten eine heimelige Stimmung. Die Filmmusik kann ich zwar nimmer nachpfeifen, aber ich habe noch im Hinterkopf, dass sie ziemlich fetzig war!
Ich hab noch nie so einen berührenden Animationsfilm gesehen; die Story war echt toll. Die Ratte Rémy schloss ich im ersten Augenblick ins Herz — seitdem hab ich Ratten mindestens so gern wie eine gewisse Rattenbesitzerin in meinem Freundeskreis. ;)
Ein bisschen irritiert hat mich eine Szene gegen Ende des Films, Achtung, Spoiler! als die ganzen Küchenkollegen von Linguini das Restaurant im Stich lassen. Da hätte ich mir eigentlich noch ein bisschen einen anderen Story-Verlauf erwartet. Aber andererseits ist es ja gut wenn ein Hollywood-Film mal nicht ein vor Schmalz triefendes erwartbares Ende hervorbringt, in dem alle happy sind. :)
Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film 9 Ratten!
<--- Albino-Ratte