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    Kreativität vs. Rationalität

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    Meine beiden großen Leidenschaften in meinem Leben sind (zumindest derzeit) die Schauspielerei und Computer. Wenn ich anderen Menschen davon erzähle, dann verstehen sie oft nicht, wie man nur so gegensätzliche Interessen haben kann. Klar, die meisten Leute denken: Schauspielerei, das ist eine kreative und künstlerische Tätigkeit, und mit dem Computer zu arbeiten, sei das genaue Gegenteil. Viele denken dabei wohl an trockene Büroarbeit...

    Manchmal fühle ich selber eine Zerrissenheit in mir: es ist als würden 2 Herzen in meiner Brust schlagen; einmal das Herz eines verträumten Menschen, der etwas Künstlerisches schaffen möchte, und andererseits das realistische Herz eines Logikers, der gerne alles um ihn herum analysiert und sämtliche Geheimnisse der Welt lösen möchte.

    Ich würde jetzt gerne sagen (aus dramaturgischen Gründen), dass ich viele Monate oder Jahre gedacht hätte, dass das wirklich etwas Ungewöhnliches sei, aber dem ist gar nicht so. Eigentlich habe ich schon vor einiger Zeit rausgefunden, dass diese beiden Interessen durchaus vereinbar sind. Ich habe sogar einige Menschen kennengelernt (oder zumindest von solchen Menschen gelesen oder gehört), die genau diese beiden Interessen in sich vereinigen. Und das Tolle dabei: einige sind damit sehr erfolgreich und glücklich!

    Der US-amerikanische Schauspieler Wil Wheaton, der vor vielen Jahren die Rolle des Wesley Crusher bei Star Trek: Das nächste Jahrhundert gespielt hat, ist zum Beispiel so ein Typ. Er war immerhin bei einer der erfolgreichsten Sci-Fi-Fernsehserien aller Zeiten dabei; und gleichzeitig ist er ein begeisterter Geek. Auf seiner Homepage www.whilwheaton.net schreibt er nicht nur über Computerzeug, er analysiert auch hin und wieder ausgewählte Episoden aus der Fernsehserie. Er hat Bücher geschrieben, ist bei der EFF aktiv, schreibt Kommentare bei großen Technews-Websites, etc. Dass er einige der alten Star Trek-Folgen kommentiert, habe ich erst vor kurzem rausgefunden, das könnte für meinen schauspielerischen Weg interessant sein, sich da reinzulesen.

    Abschließend meine Erkenntnis: es gibt doch keinen so großen Unterschied zwischen der Logik der Computer und den Künsten. Ich programmiere gerne am Computer und ich "erschaffe" gerne eine Figur auf der Bühne (außerdem zeichne und male ich gerne, das sollte ich auch erwähnen) - all das sind schöpferische Tätigkeiten. Wo ist da ein Widerspruch? ;)

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