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    Kino-Sommer-Planer 2010

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    Wie auch letzten Sommer habe ich mir für dieses Jahr auch wieder einen Kino-Sommer-Planer angelegt. Eigentlich hat die Sommerkino-Saison ja schon im Mai begonnen, aber ich bin erst in letzter Zeit dazugekommen, mir die Rosinen aus den Filmen zu picken und diese hier niederzuschreiben. Nichtsdestotrotz habe ich in den letzten Wochen schon ein paar Kinosommer-Filme gesehen.

    Datum/ZeitPreisOrt/KinoFilm
    7,50 € (6 €)Kino am DachKottan ermittelt "Wien Mitte"
    7,50 € (6 €)Kino am DachKoroshiya 1 (engl. Ichi the Killer)
    8 €Schloss NeugebäudeKick-Ass
    8 €Schloss NeugebäudeThe Hurt Locker
    7,50 € (6 €)Kino am DachTropa de Elite (engl. Elite Squad)
    7,50 € (6 €)Kino am DachMän som hatar kvinnor (dt. Verblendung)
    7,50 € (6 €)Kino am DachThe Big Sleep (dt. Tote schlafen fest)
    7,50 € (6 €)Kino am DachSexy Beast
    7,50 € (6 €)Kino am DachDer amerikanische Freund
    8 € (5 €)Kino wie noch nieThe Hurt Locker
    7,50 € (6 €)Kino am DachGhost Dog: The Way of the Samurai
    6 € (5 €)Arena SommerkinoPlastic Planet
    7,50 € (6 €)Kino am DachEastern Promises
    6 €Schloss NeugebäudeLOL (Laughing Out Loud) ®
    frei!Arena SommerkinoThe Machinist
    frei!Arena SommerkinoRammbock
    5 €Schloss NeugebäudeLe renard et l'enfant (dt. Der Fuchs und das Mädchen)
    8 €Schloss NeugebäudeThe Time Traveler's Wife
    8 €Schloss NeugebäudeDorian Gray
    6 € (5 €)Arena SommerkinoBock for President
    6 €Schloss NeugebäudeAn Education
    8 €Schloss NeugebäudeShrek Forever After

    Hinweis: Preise in Klammern sind ermäßigt!

    Wie immer werde ich mir sicher nicht alle diese Filme ansehen, aber zumindest versuche ich so viele wie möglich davon zu gucken.

    Die Tablett-Frau

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    Heute war ich mal wieder beim Restaurant Zum Goldenen M am Franz-Josefs-Bahnhof im 9. Wiener Gemeindebezirk essen. Dort ist mir schon des öfteren eine ältere weißhaarige Frau aufgefallen, die offenbar den ganzen Tag dort rumsitzt und an ihrem Getränkt nippt. Sobald aber jemand von den anderen Gästen aufsteht und sein Tablett stehenlässt, steht sie auf, nimmt es und gibt es in die Tablett-Ablage.

    Ich frage mich, was ihre Motivation dahinter ist. Muss sie, ähnlich wie Monk, zwanghaft Müll und Abfälle entsorgen? Fühlt sie sich aufgrund ihres Alters nutzlos und einsam, und gibt dadurch ihrem Leben wieder Sinn? Würde sie gerne bei MacDonald's arbeiten, wurde aber aufgrund ihres Alters nicht genommen?

    Teilweise find ich's ein bisschen nervig. Wenn man sich Nachschlag holt oder kurz auf die Toilette geht, ist das Tablett beim Zurückkommen mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit weg. Aber solange sie mein Essen nicht wegschmeisst, stört es mich nicht sonderlich. Was die Mitarbeiter wohl von ihr halten, würd mich auch interessieren. Akzeptieren sie sie als "verrückte Alte" oder haben sie es nach öfterem Ermahnen irgendwann aufgegeben?

    Nichtsdestotrotz finde ich solche Persönlichkeiten immer interessant. Sie bereichern das Leben und geben mir als Schauspieler Input für neue Rollen.

    Der Räuber

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    Und dann habe ich am vergangenen Montag noch einen anderen Film gesehen. Und zwar Der Räuber von Benjamin Heisenberg, im Open-Air Kino beim Schloss Neugebäude in Wien Simmering. Zu diesem Film habe ich eine besondere Beziehung, denn ich hatte einen kleinen Kurzauftritt als Komparse (Dreharbeiten waren vor 2 Jahren, wenn ich mich recht entsinne).

    Im Film geht es um Johann Rettenberger (Andreas Lust), der vor einigen Jahren eine Bank überfallen hat. Zu Beginn des Films wird er gerade aus dem Gefängnis entlassen. Hinter schwedischen Gardinen war er nicht ganz untätig, er hat viel trainiert für seine große Leidenschaft, das Marathonlaufen; kurz nach der Entlassung gewinnt er sogar den Vienna City Marathon. In der süßen Freiheit trifft er seine frühere Lebensgefährtin Erika (Franziska Weisz) wieder, welche anfangs noch reserviert ihm gegenüber auftritt, aber dann offenbar doch wieder ihre Gefühle für ihn entdeckt und ihn bei sich wohnen lässt.

    Dummerweise kann Johann es nicht lassen und bricht bald wieder in eine Bank ein. Aber es bleibt nicht dabei, es scheint fast wie ein Spiel für ihn zu sein und er raubt auch mehrere Banken hintereinander aus - er flieht aus der einen und läuft gleich in die nächste 3 Straßen weiter. Letztendlich kommt ihm Erika auf die Schliche und fordert ihn auf, ihre Wohnung zu verlassen. Als er dann noch seinen Bewährungshelfer in einer Kurzschlussreaktion tötet, ist ihm bald die Polizei auf den Fersen. Johann ist aber nicht dumm und äußerst flink und kann so seinen Verfolgern immer wieder entkommen.

    Die Geschichte beruht primär auf dem gleichnamigen Buch von Martin Prinz, welches aber wiederum auf einer wahren Begebenheit beruht, die sich im Österreich der 80er Jahre zugetragen hat. Damals trieb ein Bankräuber namens Johann Kastenberger sein Unwesen und ging als Pumpgun-Ronnie in die österreichische Kriminalgeschichte ein (weil er mit einer Pumpgun und einer Ronald-Reagan-Maske Banken überfiel).

    Mir gefiel der Film ziemlich gut, weil er sehr reduziert, still und überhaupt nicht reißerisch war. Der Hauptprotagonist redete sehr wenig - dadurch wurde sein Außenseitertum umso mehr ausgedrückt. Nebenfiguren kamen teilweise überhaupt nicht in Großaufnahme vor; die beiden ermittelnden Kommissare wurden beispielsweise nie deutlich von vorne gezeigt. Irgendwie fühlte man mit Johann mit, obwohl er natürlich kein Guter war.

    Mein kurzer Komparsenauftritt wurde (wie so oft) ziemlich zusammengeschnitten. In einer Szene laufen viele Polizisten in der Morgendämmerung mit Scheinwerfen ausgestattet durch den Wald - einer davon war ich. Einige Szenen haben wir noch gedreht, als es dann schon heller war. Wir Polizisten mussten den Wald durchkämmen. Ist zwar schon eine Weile her, aber ich glaube da wurde dann letztendlich kaum Material für den Film verwendet.

    Insgesamt ein eher kurzweiliger, aber dennoch sehenswerter Außenseiter-Film. Er beantwortet die Fragen über Johanns Psyche nicht, sondern überlässt dies dem Zuschauer. Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ******** 8 Marathonläufer.

    Predators

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    Gestern hatte ich die Chance einer Filmpremiere in der Lugner Kino City in Wien beizuwohnen. Zusammen mit einer Freundin habe ich mir den Film Predators angesehen, einem weiteren Teil der Predator-Reihe (mit Schande muss ich gesehen, dass ich vorher noch nie einen Predator-Film gesehen habe). Hier der Trailer:

    Zum Plot: Royce (Adrien Brody) wacht fallend am Himmel über einem Dschungel auf. Schließlich findet er die Reißleine und kann seinen Sturz gerade noch ausreichend durch den Fallschirm dämpfen, um nicht zerschmettert zu werden. Nach einer Weile trifft er noch andere Leute, denen es genauso ergangen ist: unter anderem ein russischer Soldat, eine israelische Schützin, ein Yakuza-Killer und andere. Der kleine Haufen macht sich auf, rauszufinden warum sie hier sind und wer ihnen das angetan hat. Schließlich entdecken sie, dass sie nicht mehr auf der Erde sind, sondern auf einem anderen Planeten; und dass sie dorthin gebracht wurden, um gejagt zu werden.

    Schließlich treffen sie auf ihre Jäger, die aus den vorangehenden Filmen bekannten Predators. Wie das bei Actionfilmen dieser Art so ist, sterben Protagonisten nach und nach, bis am Ende nur mehr einige wenige übrig sind. Der Yakuza-Killer beispielsweise liefert sich ein Schwert-Duell mit einem der Predators, in feinster Samurai-Film-Tradition.

    Der Film war durchaus kurzweilig. Ich mag solche Settings recht gerne, in denen Figuren einer Geschichte in eine vollkommen unbekannte Situation gestoßen werden und erst nach und nach rausfinden, wo und warum sie dort sind (als spontanes Beispiel fällt mir dazu Cube ein). Prinzipiell hätte so ein bunter Haufen natürlich recht viel Material hergegeben für Character Development, aber bei einem 90-minütigen Actionfilm kann man das kaum erwarten. Der Handlungsablauf war, wie so oft bei Actionfilmen, vorhersehbar; sogar die Final Plot Twists am Schluss, um nochmal etwas die Spannung zu erhöhen, haben mich nicht wirklich überrascht. Die Spezialeffekte waren zeitgemäß und nicht zu aufdringlich - was auch gut so ist. Etwas mysteriös und vielleicht auch irritierend war Royce' erstaunliche Fähigkeit, ziemlich genau zu erraten, was für ein Spiel mit ihnen gespielt wird. Einen ziemlich genialen Kurzauftritt hatte übrigens Laurence Fishburne als Noland.

    Meine Meinung: wer auf Actionfilme steht, wird mit Predators seinen kurzweiligen Spaß haben. Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film ****** 6 Patronen.

    Under Control

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    Endlich! Nach einem fehlgeschlagenen Erstversuch im März habe ich im zweiten Anlauf heute die Kontrollprüfung der Österreichischen Paritätischen Kommission für Schauspiel erfolgreich bestanden! Jetzt kann ich mich voll Freude und mit einem großen Stein weniger am Herzen in die Sommerferien stürzen! Das nächste und letzte Ziel in meiner Schauspielschullaufbahn wird die Diplomprüfung sein, in etwa einem Jahr. Jetzt nur nicht nachlassen! :)

    A Single Man

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    Heute war ich nach längerer Zeit mal wieder im Kino. Ich habe mir A Single Man (nicht zu verwechseln mit dem ähnlich betitelten Film A Serious Man) mit 2 Freunden im Village Kino angesehen.

    Der Film spielt in Los Angeles des Jahres 1962, Hauptprotagonist ist der homosexuelle Englischprofessor George Falconer (gespielt von Colin Firth). Vor einiger Zeit ist seine große Liebe Jim bei einem Unfall ums Leben gekommen, was er bis heute nicht verkraften kann. Sein Alltag ist grau und düster, im wahrsten Sinne des Wortes. Ein wenig Halt bekommt er durch seine frühere Partnerin Charley (Julianne Moore), die jedoch selbst eine gescheiterte Existenz ist. Erst als einer seiner Studenten Interesse an ihm zeigt, wird sein Leben wieder etwas hoffnungsvoller.

    Colin Firth ist in praktisch jeder Szene zu sehen, der Film wird also getragen von seiner Schauspielkunst. Und das macht er ziemlich gut, wie ich finde. Sonderlich viele Filme mit ihm habe ich noch nicht gesehen und die, die ich gesehen habe, haben zumindest was seine Rollen anbelangt keine besonderen Spuren bei mir hinterlassen. Doch hier zeigt er auf jeden Fall, dass er spielen kann. Vor allem die vielen Szenen die das berühmte "Knistern" zwischen 2 Menschen (und es ist ja egal ob hetero- oder homosexuell) beim Kennenlernen zeigen, waren sehr schön und überzeugend. Das Element Homosexualität kombiniert mit der in Bezug darauf repressiven Epoche bringen zusätzliche Spannung in die Interaktion zwischen den Figuren.

    Ein interessanter, sehenswerter Film, der ruhig und gelassen eine Geschichte erzählt, mit ein paar simplen Spezialeffekten einige interessante Bilder erzeugt und trotz der Zeit in der der Film spielt, das Thema Homosexualität vollkommen unbedarft und natürlich behandelt (was auch gut so ist). Trotz alledem hat der Film für mich einen kurzweiligen Nachgeschmack, er gehört für mich nicht zu den Filmen, die einen noch wochenlang nach dem Kinobesuch beschäftigen. Anspruchsvolleres Popcorn-Kino eben.

    Interessant fand ich übrigens noch, dass im Kino unter den zugegeben wenigen Besuchern einige ältere Ehepaare waren, was mich angesichts der Homosexuellen-Thematik doch irgendwie überrascht hat. Hach, vielleicht ist das halt auch nur ein schlimmes Cliché, dem ich da anheim gefallen bin, dass alle Leute über 60 konservativ und homophob sind...

    Auf einer Skala von 1 bis 10 bekommt dieser Film von mir ******** 8 Regenbögen.

    Miegakure

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    Da programmiert gerade jemand an einem 4-dimensionalen Puzzle-Spiel namens Miegakure. Hier ein Demo-Video:

    Und sogar zu einer Cultural Reference bei xkcd und einem Slashdot-Artikel hat es dieses noch unspielbare Spiel schon gebracht! Die Leute scheinen ja fasziniert zu sein von einer 4. spatialen Dimension...